Deutsche Stiftung Denkmalschutz präsentiert gerettete Baudenkmale im Kulturbahnhof Radebeul

„Seht, welch kostbares Erbe!”

35 ihrer Förderprojekte stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) vom 6. Februar 2014 bis zum 28. Februar 2014 in der Kulturhalle Ost im Kulturbahnhof Radebeul vor. Präsentiert werden Denkmale der verschiedensten Gattungen aus ganz Deutschland. Der Bogen spannt sich von der mächtigen Wismarer Georgenkirche in Mecklenburg-Vorpommern über die Liboriuskapelle im thüringischen Creuzburg bis zur Wutachtalbahn im baden-württembergischen Blumberg. Aus Sachsen werden das Kloster Marienthal in Ostritz und die Epitaphien der ehemaligen Universitätskirche in Leipzig gezeigt.

Seit ihrer Gründung vor 29 Jahren hat die in Bonn ansässige private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der Spenden ihrer über 200.000 Förderer sowie erheblicher Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, über 520 Millionen Euro für mehr als 4.500 bedrohte Denkmale in ganz Deutschland zur Verfügung stellen können. Allein in Sachsen hat die Denkmalschutzstiftung über 730 Projekte gefördert. Zu den sieben in Radebeul geförderten Baudenkmalen zählen neben dem Kulturbahnhof selbst das Mohrenhaus und das Winzerhaus „Zum Fliegenwedel“ in Niederlößnitz, das Winzerhaus „Lorenz“ und das Meinholdsche Turmhaus in Oberlößnitz. Im Umland von Radebeul finden sich zahlreiche weitere Förderprojekte, so in Wachau der Landschaftsgarten Seifersdorfertal und das Barockschloss, in Moritzburg Figuren am Schloss, das Fasanerieschlösschen und der Rüdenhof, in Ottendorf-Okrilla Schloss Hermsdorf, in Arnsdorf die Dorfkirche sowie zahlreiche Bauten in Dresden und Meißen.


Trotz der eindrucksvollen Rettungsbilanz der letzten 29 Jahre warnt die Denkmalschutzstiftung vor einem Nachlassen der Bemühungen: Bundesweit benötigen weiterhin viele Bauten akut Hilfe, um sie der nächsten Generation erhalten zu können. Parallel zu den rückläufigen Denkmalschutzmitteln von Ländern und Kommunen steigt die Anzahl der Förderanträge bei der DSD, die umso mehr auf Spenden und die Mittel der GlücksSpirale angewiesen ist.

In Dresden und Umgebung unterstützt ein ehrenamtliches Ortskuratorium unter der Leitung von Dr. Klaus Otto aus Dresden die Ziele der Stiftung. Das Ortskuratorium betreut auch die Baudenkmalstiftung Dresden in der DSD, die Denkmale in der Region fördert.

Die Ausstellung im Kulturbahnhof Radebeul ist bis zum 28. Februar 2014 zu besichtigen: montags bis mittwochs sowie freitags von 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

 

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